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Kurzfassung vom Anbau bis zur Herstellung
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Anbau
Der richtige Boden ist ausschlaggebend für eine gute Zigarre, denn er bestimmt ihren Geschmack. Tabaksorten der gleichen Art können einen unterschiedlichen Charakter haben, je nachdem in welchem Land sie angebaut wurden, ob zB. in Kuba, Ecuador oder Mexico. Aber egal wo der Tabak gepflanzt wird, die Vorgehensweise bleibt immer gleich: Zuallererst werden die Setzlinge in Beete eingesetzt und herangezüchtet, bis sie nach 45 Tagen die Höhe von 15 bis 20 Zentimetern erreicht haben und auf das Feld umgesetzt werden können. Nach weiteren 45 Tagen sind sie für die erste Ernte bereit.
Ernte und Trocknung
Die ausgewählten Blätter werden nach Größe und Struktur geordnet,gebündelt und für einige Wochen in Trockenschuppen gehängt. Dadurch wird ihnen das gesamte Wasser entzogen und eine natürliche Oxidation eingeleitet, die Blätter verfärben sich von grün zu goldbraun. Nach Ablauf dieser Phase werden sie erneut getrennt, sortiert und zu Bündeln von jeweils 20 Blättern gestapelt und sind für den Fermentierungsprozess bereit.
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Fermentierung
Die Bündel werden zu Haufen aufgeschichtet, die bis zu fünf Tonnen wiegen können. Durch das dichte Zusammenpacken wird Luft ausgeschlossen und der Tabak zum “schwitzen” gebracht. Wenn die Temperatur der inneren Blätter steigt, werden Feuchtigkeit, Nikotin und Ammoniak freigesetzt und die Blätter nehmen Farbe und Geschmack an. Die Temperatur muss überwacht werden, da ein Zuviel oder Zuwenig an Hitze den Blättern schaden könnte. Über mehrere Monate werden die Haufen regelmäßig gewendet, bis der Fermentierungsprozess abgeschlossen ist und der Tabak für einige Jahre zum reifen in spezielle Lagerhallen gebracht wird. Zur Weiterverarbeitung muss der brüchig gewordene Tabak vorsichtig mit Wasser besprüht werden.
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Herstellung
Jede Zigarre besteht aus drei Teilen: Einlage, Umblatt und Deckblatt. Die Einlage ist das Kernstück der Zigarre und setzt sich aus verschiedenen Tabaken zusammen. Sie besteht entweder aus langen (Longfiller) oder aus klein geschnittenen Blättern (Shortfiller). Für Premium Zigarren werden nur lange Blätter verarbeitet, da sie der Zigarre einen gleichmäßigen Geschmack verleihen. Das Umblatt ist eine Art Mantel, der die Einlage umgibt und sie zusammenhält. Den Einband, nach dem die Zigarre optisch beurteilt wird und der auch einen großen Anteil an dem Aroma ausmacht, wird als Deckblatt bezeichnet. Bei “handgearbeiteten” Zigarren werden alle drei Teile von Torcedores hergestellt. Nennt man die Zigarre “von Hand gefertigt” oder “handgerollt” wurde nur das Deckblatt in Handarbeit hinzugefügt. Rein maschinell verarbeitete Zigarren sind meist preiswerter, müssen aber nicht unbedingt von schlechter Qualität sein. Sie sind sehr mild und deshalb gut für Leute geeignet, die mehrere Zigarren am Tag rauchen.
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Torcedores, die Zigarrenroller in Havanna, werden bei der Arbeit durch das Vorlesen erbaulicher Romane oder Reg.-Zeitungen unterhalten. Vorleser gibt es in Kuba schon seit 130 Jahren. Sie werden von den Kollegen ausgewählt. |
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